Wie entsteht eigentlich ein Taste of Hapimag Kochvideo

Sicherlich haben Sie die Hapimag Kochvideos schon gesehen. Doch wie entstehen diese eigentlich?

Vor circa anderthalb Jahren hatten wir intern die Idee, diverse Rezepte aus unseren Resorts zu präsentieren. Wir haben unsere Köche gebeten, uns einfache Rezepte zu senden, welche sie selbst in ihren Restaurants anbieten und auch für ungeübte Köche geeignet sind.

Aus all den eingegangenen Rezepten haben wir dann diejenigen ausgewählt, welche wir am interessantesten und am einfachsten nachzukochen fanden.
Um die Produktionskosten möglichst niedrig zu halten, haben wir uns entschlossen, diese Videos nicht extern produzieren zu lassen. Ich selbst und ein Kollege aus dem IT-Support haben diesen Auftrag übernommen. Michael Blättler ist ein kreativer Kollege, mit welchem ich auch in der Vergangenheit schon diverse Film- und Fotoproduktionen für Hapimag realisiert habe.

Als Drehort haben wir uns eine kleine Mitarbeiterwohnung ausgesucht. Da diese nicht konstant besetzt ist, haben wir von Zeit zu Zeit Zugriff auf diese passende Räumlichkeit. Und mit dem richtigen Timing können auch hier wiederum Kosten eingespart werden. Wir filmen jeweils vier bis sechs Rezepte in Folge. Daher benötigen wir einen Drehort, welchen wir über mehrere Tage nutzen können. Diese kleine Wohnung verfügt auch über eine kleine Küche, was natürlich sehr vorteilhaft ist, da wir so kein Kochfeld und Backofen mitbringen müssen.

Da wir über keinen schönen Tisch verfügten, haben wir uns überlegt, diesen mit Hilfe von Laminatboden-Paneelen optisch nachzustellen. Das heisst, was Sie im Video sehen, ist kein schöner Holztisch, sondern lediglich günstige, zusammengesteckte Kunststofffliesen. Diese “Arbeitsfläche” können wir uns je nach Bedarf etwas grösser oder kleiner zusammenstecken. Funktioniert super, ist flexibel und sieht auch noch gut aus.

Gefilmt wird mit einer kleinen Kamera, welche ich über dem Tisch mit einem Stativkopf befestigen kann. Diese einzelne Kamera kann dann für Filmszenen, welche aus der Hand gedreht werden, schnell demontiert werden.

Das Kochen ist meist etwas experimentell, da wir die Rezepte teils handgeschrieben und von Leuten bekommen, welche nicht immer Deutsch zur Muttersprache haben. So kann es auch mal zu interessanten Mengenangaben kommen. Zudem ist weder Michael noch ich ein gelernter Koch. So bleibt oft etwas Interpretationsraum, wie das Gericht zubereitet und am Schluss angerichtet werden soll. Da diese Rezepte von allen Interessierten nachgekocht werden können sollen, ist dies aber natürlich auch ein super Test, um Fehler im Rezept zu finden oder kleine Anpassungen vorzunehmen. Denn wenn Michael und ich das schaffen, kriegen Sie das locker hin.

Nachdem wir die Rezepte besprochen und teilweise auch mit etwas YouTube-Recherche Klarheit über die Zubereitung haben, kocht mein Kollege Michael die Rezepte, während ich ihn dabei filmisch begleite und die Videoaufnahmen tätige.

Sobald vier bis sechs Rezepte aufgezeichnet sind, bauen wir ab und es geht zurück ins Büro für die Postproduktion.
Zuerst erledige ich einen groben Schnitt, um die Spieldauer der Videos zu ermitteln. Wir haben uns bewusst keine fixen Spiellängen als Vorgabe gegeben, um in der Produktion flexibler zu sein. Müsste ich beispielsweise Clips für einen TV-Spot produzieren, wäre die Spieldauer klar vorgegeben, beispielsweise mit 20 Sekunden. Eine fixe Zeitvorgabe wäre natürlich auch eine Einschränkung in der Kreativität. Nichtsdestotrotz möchten wir die Videos so kurz wie möglich, aber trotzdem informativ gestalten. Die wichtigsten Schritte sollen definitiv enthalten sein. Die Details zum gezeigten Rezept können immer auch als PDF heruntergeladen werden.
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Ist die Spiellänge ermittelt, beginne ich mit der Suche nach einer möglichst passenden lizenzierbaren Musik. Dies ist oft nicht ganz einfach, möchten wir doch auch hier so günstig wie möglich produzieren, die Musik sollte aber trotzdem zur Region des Gerichts passen.
Ist ein passendes Musikstück gefunden und lizenziert, dann muss dieses natürlich noch in die passende Länge geschnitten werden. Möglichst so, dass man nicht merkt, dass das Stück in der Länge verändert wurde. Das heisst, ich schneide ein Musikstück mit einer Spiellänge von beispielsweise drei Minuten auf eine benötigte Zeit von beispielsweise 1 Minute und 26 Sekunden. Manchmal ist es aber so, dass genau diese Länge so nicht perfekt angepasst werden kann. Dann passe ich den Videoschnitt nochmals etwas der Musik an, bis beides passt.
Wenn das Video die passende Länge und passende Musik hat, kommt am Schluss noch eine kleine Farbkorrektur; dies damit die Lebensmittel auch schön zur Geltung kommen.

Erst kürzlich haben wir wieder vier weitere leckere Rezepte gefilmt. Diese sind auch schon geschnitten und werden im monatlichen Zyklus publiziert. Ich freue mich schon jetzt auf Ihre Reaktionen.

Ich hoffe, Sie haben Spass an den Rezepten und unseren Videos dazu.

Gibt es ein Menü, welches Sie in einem Hapimag Urlaub gegessen haben und wissen möchten, wie dieses zubereitet wird? Schreiben Sie uns Ihren Wunsch als Kommentar. Eventuell können wir Ihre Wünsche ja in einem zukünftigen Video berücksichtigen.

Mathias

Medienproduzent, Kameramann und professioneller Drohnenpilot.
Liebt es Leute mit Bildern zu verzaubern und Gedanken anzuregen.