Antiquarischer Jagdrausch

Einen besonders wertvollen Einkauf würde man nie einer flüchtigen Hotelbekanntschaft anvertrauen. Einem unbekannten Hapimag Partner hingegen überliessen wir in Paris dankbar unsere antiken Kerzenhalter zum Rücktransport nach Deutschland. Nach einem Ausweis fragten wir nicht.

November 2008: Partnergeschichte von Rose-Martina Bosler, Stuttgart

Im romantischen Paris lässt sich wunderbar Hochzeitstag feiern, aber nicht nur das. Mit ihren einzigartigen Antiquitätengeschäften ist die Stadt der Liebe auch ein Paradies für Schatzsucher. Als leidenschaftliche Antiquitätenjäger machten mein Mann und ich uns also auf, um beides zu verbinden: Hochzeitstag feiern und Antiquitätengeschäfte durchstöbern.

Applikenkauf mit Folgen

Schon bald fanden wir ein Paar besonders schöne und wertvolle Appliken, (eine Art Kerzenhalter für die Wand). Nach diesem Wandschmuck hatten wir schon lange gesucht. Er ist wertvoll und sehr schön: feuervergoldete Bronze, ziemlich gross, 5-armig und mit Kristallbehang (Baccarat). Auch wenn die Stücke nicht gerade günstig waren, wir haben sofort zugeschlagen.

An den Rücktransport dachten wir in unserem "Jagdrausch" nicht. Erst im Resort überlegten wir uns, wie wir die Beute wohl heil nach Stuttgart bringen würden. Von einem Paketlieferdienst hatte man uns für solch heikle Ware ausdrücklich abgeraten. Wir mussten einsehen, dass uns wohl nichts anderes übrig bleiben würde, als die Appliken per Handgepäck im TGV zu transportieren.


Hilfsbereite Hapimag Partner

Ohne auf eine andere Lösung zu hoffen, begaben wir uns an die Rezeption um auszuchecken. "Hallo, sie reisen auch heute ab?" fragte mich eine Hapimag Partnerin, die mir am Vortag im Lift ein freundliches Kompliment zu meiner Halskette machte. Auch sie fahre mit ihrem Mann heute zurück nach Heilbronn, erklärte sie. "Heilbronn, das liegt ja gleich bei Stuttgart", dachten mein Mann und ich gleichzeitig. Dann machten wir, was in einem Hotel unpassend, fahrlässig oder sogar aufdringlich wäre: "Würden sie uns vielleicht beim Transport unserer antiken Appliken helfen?", fragten wir spontan. "Natürlich", antwortete das hilfsbereite Ehepaar ebenso spontan.

Schnell waren Adressen und Telefonnummern ausgetauscht und wir übergaben dem freundlichen Ehepaar die Appliken für den Rücktransport in ihrem Wagen. Mit leichtem Gepäck bestiegen wir den TGV nach Deutschland. Obwohl wir uns nicht weiter absicherten, zweifelten wir keine Sekunde, dass die wertvollen Traum-Appliken schon bald bei uns zuhause die Wand zieren würden.


Wiedersehen mit Überaschungen

Das tun sie jetzt auch. Als wir kurz nach der Heimkehr die angegebene Nummer wählten, durften wir den Wandschmuck gleich abholen, und dies obwohl das Partner-Ehepaar gerade mit Gästen einen Geburtstag feierte. Nicht schlecht gestaunt haben wir, als uns einer der Gäste erkannte. Es war die Schwiegertochter des Ehepaars, die wir, wie anders sollte es sein, aus einem Stuttgarter Antiquitätengeschäft kannten, bei dem wir Stammkunden sind. So klein ist die (Hapimag) Welt.



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