Die Traditionelle Chinesische Medizin
Das Interesse an fernöstlichen Heilweisen wie beispielsweise an Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) steigt in der westlichen Welt stetig. Die Antwort darauf ist eine Integration von asiatischen Heilweisen in das moderne europäische Gesundheitsbewusstsein.
Das kommt nicht von ungefähr, denn immer mehr Menschen stossen an die Grenzen der klassischen Schulmedizin, suchen und finden Hilfe oder Linderung, nicht selten sogar Heilung in jahrtausendealten Therapieformen mit ganzheitlichem Ansatz.
Begeben Sie sich auf die Spuren der Vergangenheit. Mehr als zwei Jahrtausende reichen die Wurzeln der TCM zurück. Fussend auf dem Taoismus, einer Philosophie, bei der es um die Harmonie zwischen Mensch und Kosmos geht, fasst die TCM den Menschen als Mikrokosmos auf, der nach den Gesetzen des Makrokosmos funktioniert. Demnach ist der Mensch ein dynamisch-energetisches System, das sich ständig erneuert. Ist der Organismus, also die vitalen Funktionen im Gleichgewicht, dann ist der Mensch gesund. Ungleichgewicht bedeutet Krankheit. Der Grundgedanke der Traditionellen Chinesischen Medizin ist also nicht primär, Krankheiten zu heilen. Sie setzt früher an: bei der Gesunderhaltung des Patienten. Und wer kennt sie nicht, die Tatsache, dass früher ein chinesischer Arzt nur so lange bezahlt wurde, solange derjenige, der sich ihm anvertraut hatte, gesund blieb.
© Prof. Renate Hermann, D-91602 Dürrwangen
Die Domänen der Traditionellen Chinesischen Medizin
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1. Beschwerden des Bewegungsapparates |
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| 2. Neurologische Beschwerden & HNO |
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3. Schwächestörungen Depression, Angststörungen |
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4. Allergien und Asthma |
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5. Magen-Darm-Beschwerden |
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6. Gynäkologische Beschwerden |
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7. Hautbeschwerden |
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Die fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin
So wie viele die Kneipp-Therapie lediglich mit Wasseranwendungen in Verbindung bringen, obwohl Pfarrer Sebastian Kneipp seinen medizinischen Ansatz auf fünf Säulen gestellt hat, so ähnlich verhält es sich auch mit der Traditionellen Chinesischen Medizin: Sie wird häufig mit der Akupunktur gleichgesetzt, obwohl auch das ganzheitliche Therapiespektrum der TCM aus fünf gleichberechtigten Elementen besteht.
Die fünf Säulen der Traditionellen Chinesischen Medizin sind:
Diese wird hierzulande oft fälschlicherweise als reine Kräutertherapie (Tee) bezeichnet. Pflanzliche Arzneimittel stellen zwar den grössten Teil der verwendeten Heildrogen dar, es kommen aber auch tierische und mineralische Substanzen zur Anwendung.
Die Vielfältigkeit jeder wirksamen Zusammensetzung stellt für den behandelnden Arzt eine grosse Herausforderung dar und setzt eine entsprechende Erfahrung sowie die genaue Kenntnis jedes einzelnen Bestandteils einer Rezeptur voraus.
Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch die Qualität der importierten Heilkräuter und Substanzen. Sie können sicher sein, dass die TCMedic-Rezepturen ausschliesslich Substanzen in anerkannter Apothekerqualität mit engmaschigen Laborkontrollen enthalten.
Wer kennt sie nicht – die Bilder aus chinesischen Parks, in denen sich schon frühmorgens, in den Arbeitspausen oder auch am Abend Menschen aller Altersgruppen zum Qigong treffen. Dabei handelt es sich um eine Reihe von Körperübungen, die durch sanfte Bewegungen, harmonische Atmung und geistige Konzentration charakterisiert sind. Die Übungen werden sowohl krankheitsvorbeugend als auch gezielt bei bestimmten Krankheitsbildern eingesetzt.
Qigong beruht auf einem Drei-Säulen-Prinzip:
Bewegung – Atmung – Vorstellungskraft.
Alle Bewegungen werden gezielt möglichst langsam ausgeführt, sodass sie im Bewusstsein exakt nachvollzogen und gespeichert werden können. Auf diese Art wird eine völlige Entspannung des Geistes, des Körpers und der Atmung erreicht. Nur aus dieser völligen inneren Ruhe kann dann diejenige Vitalität entstehen, die den Energiefluss (Qi) erkennbar und dann auch steuerbar macht. So wird die Harmonie der Kräfte, die krankheitsbedingt gestört war, wieder hergestellt und eine Regeneration erreicht.
Tai-Chi kann man als Weiterentwicklung des Qigong sehen. Es handelt sich um eine weiche Kampfkunst, die aus fliessenden, langsamen und schnellen Bewegungsabläufen besteht – im Grunde eine Selbstverteidigungstechnik, die aber ebenfalls auf der Philosophie des Taoismus und den Prinzipien der Traditionellen Chinesischen Medizin basiert.
Um die Systematik der chinesischen Ernährungslehre zu verstehen, muss man sich zunächst genauer mit der Philosophie des Taoismus befassen. Neben der Yin-Yang-Theorie bildet die Lehre von den 5 Elementen die Grundlage der chinesischen Diätetik.
In der chinesischen Medizin spielen die fünf Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser eine tragende Rolle. Diesen «Wandlungsphasen» werden jeweils unterschiedliche Organe, Jahreszeiten und Nahrungsmittel zugeordnet. Dabei ist auch die Einteilung von Nahrungsmitteln nach ihrem Geschmack (süss, scharf, salzig, sauer, bitter) wie auch ihrer Wirkung (z.B. kühlend, wärmend) von zentraler Bedeutung.
Körperliche Ungleichgewichte werden so gemäss diesem Wissen mit passenden Nahrungs- bzw. Arzneimitteln behandelt.
Durch die Ernährung nach den 5 Elementen gelingt es, mittels einfacher Veränderungen der Essgewohnheiten das Wohlbefinden nachhaltig zu steigern und ohne zu hungern das passende Gewicht zu erreichen. Die chinesische Diätetik setzt bestimmte Nahrungsmittel und Gerichte bei Gesundheitsstörungen gezielt ein.